Geschichte

Zur Geschichte der Darmstädter Nachrichtentechnik in Stichworten.

Vorgeschichte: Die Darmstädter Elektrotechnik im Zeitraum von 1882 bis 1930

1930 Gründung des Instituts für Fernmeldetechnik durch Prof. Dr. phil., Dr.-Ing. E.H., Dr. rer. nat. h.c., Dr. phil. h.c. Hans Busch innerhalb der Fakultät für Elektrotechnik.
1952 Berufung von Prof. Dr.-Ing. e.h. Karl Küpfmüller, zugleich Namensänderung in Institut für Allgemeine Nachrichtentechnik.
1963 Berufung von Prof. Dr.-Ing. Georg Bosse auf den Lehrstuhl für Grundlagen der Elektrotechnik.
1964 Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Klein tritt die Nachfolge von Prof. Küpfmüller an.
1969
Gründung der Abteilung Elektroakustik mit der Berufung von Prof. Dr.-Ing. Heinrich Kuttruff.

Mit der Auflösung der Fakultät für Elektrotechnik am 8. Juli 1972 und Gründung der drei elektrotechnischen Fachbereiche verschwinden die Bezeichnungen Institut. Das Institut für Allgemeine Nachrichtentechnik nennt sich ab sofort
Fachgebiete Übertragungstechnik und Elektroakustik.

Es existieren nunmehr die drei Fachbereiche
17 Elektrische Energietechnik,
18 Elektrische Nachrichtentechnik und
19 Regelungs- und Datentechnik.

Die Fachgebiete Übertragungstechnik und Elektroakustik gehören zum Fachbereich 18.

1972
Amtsantritt von Prof. Dr.-Ing. Karl Hoffmann als Leiter der Abteilung Elektronische Schaltungen. Prof. Kuttruff folgt einem Ruf zur RWTH-Aachen. Seine Stelle bleibt vakant bis zur Berufung Herrn Prof. Sesslers 1975.
1974
Berufung von Herrn Prof. Dr.-Ing. Eberhard Hänsler durch den Fachbereich 19 auf die Professur Theorie der Signale.
1975
Berufung von Herrn Prof. Dr. rer.nat. Gerhard M. Sessler als Leiter des Fachgebiets Elektroakustik.

In den Fachgebieten Übertragungstechnik und Elektroakustik bestehen jetzt die drei Professuren Hoffmann, Sessler und Klein.
1976 Die Fachgebiete Grundlagen der Elektrotechnik und Theorie der Signale gründen das Institut für Netzwerk- und Signaltheorie.

1977
Die Fachgebiete Übertragungstechnik und Elektroakustik erhalten den neuen Namen Institut für Übertragungstechnik und Elektroakustik.

1979
Nach der Emeritierung von Prof. Klein wird Herr Prof. Dr.-Ing. Willmut Zschunke sein Nachfolger. Die Professoren Sessler und Zschunke wechseln sich ab im Amt des Geschäftsführenden Direktors.
1982
Berufung der Professoren Dr.-Ing. Bernhard Dorsch und Dr.-Ing. Horst Clausert durch den Fachbereich 19 auf das Fachgebiet Grundlagen der Elektrotechnik.
1997 Die Fachbereiche 18 Elektrische Nachrichtentechnik und 19 Regelungs- und Datentechnik schließen sich zusammen und heißen nunmehr Fachbereich 18 Elektrotechnik und Informationstechnik.
1998 Prof. Hoffmann tritt am 30.09. in den Ruhestand. Einem Beschluß des Fachbereichs zufolge wird seine Professur nicht neu besetzt.
1999 Mit Wirkung vom 31.03.1999 wird Prof. Dr. rer.nat. Dr. h.c. G. M. Sessler emeritiert. Ein Nachfolger ist noch nicht ernannt. Prof. Sessler liest weiterhin die Vorlesungen Akustik I und Akustik II und betreut zahlreiche Forschungsprojekte.
1999
Der Fachbereich 17 Elektrische Energietechnik schließt sich dem Fachbereich 18 an.
Im Oktober Gründung des Instituts für Nachrichtentechnik durch Zusammenschluß der Institute für Netzwerk- und Signaltheorie und Übertragungstechnik und Elektroakustik. Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Willmut Zschunke wird zum Geschäftsführenden Direktor gewählt. Das neue Institut umfaßt also derzeit die Fachgebiete Elektroakustik (Prof. em. Sessler), Grundlagen der Elektrotechnik (Profs. Clausert und Dorsch), Theorie der Signale (Prof. Hänsler) und Übertragungstechnik (Prof. Zschunke).
2003
Prof. Dr.-Ing. Abdelhak Zoubir folgt einem Ruf an die TUD und begründet am 1. Februar als Nachfolger von Prof. Dr.-Ing. Eberhard Hänsler das Fachgebiet Signalverarbeitung. Prof. Zoubir bezieht mit drei Mitarbeitern, die ihm von der Curtin Universität (Perth) gefolgt sind, einen großen Teil der Laborräume des früheren Instituts für Übertragungstechnik und Elektroakustik, die angesichts gesunkener Studentenzahlen nicht mehr in vollem Umfang benötigt werden. Größere Umbauarbeiten waren dazu nötig.

Im April wird Prof. Dr.-Ing. Horst Clausert pensioniert. Dessenungeachtet liest er noch einmal die Vorlesungen Grundlagen der Elektrotechnik 2 und Grundlagen der Elektrotechnik 3. Seine Wahlvorlesung Digitale Filter liest er weiterhin.

Im Oktober werden die Professoren Dr.-Ing. Bernhard Dorsch und Dr.-Ing. Eberhard Hänsler emeritiert. Herr Dorsch liest seine langjährige Lehrveranstaltung Informationstheorie und Codierung in Form einer Blockveranstaltung letztmals im Februar. Herr Hänsler liest im WS weiterhin die Digitale Signalverarbeitung und im WS 2003/2004 die Vorlesung Informationstheorie – Schätz- und Entscheidungsverfahren.

Das Berufungsverfahren Informationsübertragung schreitet voran, kann aber in diesem Jahr nicht mehr zum Abschluß gebracht werden. Immerhin wurde im Hinblick auf einen erfolgreichen Abschluß mit der Neuverkabelung einiger Diensträume dieser Professur begonnen. Die Renovierungsarbeiten im Fachgebiet Signalverarbeitung konnten weitgehend abgeschlossen werden. Problematisch ist nach wie vor der hohe Lärmpegel durch den LKW-Verkehr auf der Landgraf-Georg-Straße. Akustische Messungen zeigen Lösungsmöglichkeiten auf. Das Berufungsverfahren Informationssysteme wurde in Angriff genommen und zügig vorangebracht.
2004 Am 5. Februar wird Frau Dr.-Ing. Anja Klein zur Professorin für das Fachgebiet Informationsübertragung ernannt. Noch vor ihrem eigentlichen Dienstantritt am 1. Mai beginnt sie mit Einstellungsgesprächen für Sekretärin, wissenschaftliche Mitarbeiter und Techniker. Auch das Projektseminar zur Mobilfunktechnik bringt sie auf den Weg, zunächst unter Mithilfe der wissenschaftliche Mitarbeiter der Herren Profs. Jakoby und Zschunke. Im Wintersemester 2004/2005 ist Ihr Fachgebiet voll in den Lehr- und Forschungsbetrieb eingebunden. Für das Jahr 2005 erwartet das Fachgebiet die Renovierung weiterer Räume, wobei man zeitgleich Räume für das Fachgebiet Nachrichtensysteme herrichten will. Die Berufung eines Professors für dieses Fachgebiet steht unmittelbar bevor.

Der Akademische Oberrat, im Amt seit 1973, geht am 30. September nach 37 Jahren Hochschultätigkeit in den Ruhestand. Viele seiner Tätigkeiten, insbesondere Entscheidungen auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Verwaltung, die er im Einvernehmen mit dem jeweiligen Direktor, dem Geschäftsführenden Direktor oder dem Direktorium getroffen hat, müssen nun vom neuen Direktorium übernommen bzw. besprochen und in den Kreis der wissenschaftlichen Mitarbeiter delegiert werden. Insbesondere die (fast immer) erfolgreiche Formulierung von Anträgen (Verwaltung, Drittmittel) gehörte zu seinen Aufgaben. Die Ernennung eines Nachfolgers ist derzeit nicht in Sicht.

Das im Sommer gewählte neue Direktorium trat am 24. Oktober zu seiner 1. Sitzung zusammen. Neben den amtierenden Professoren der drei Fachgebiete gehören ihm an Dipl.-Ing. Thorben Detert, Helfried Heil und ein Student (N.N.). Geschäftsführender Direktor bis zum 16.07.2006 ist Prof. Dr.-Ing. Abdelhak Zoubir.
  

Diese kurze Geschichte der Darmstädter Nachrichtentechnik wird fortgesetzt. Anregungen zur Ergänzung und Berichtigung bitte an .